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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Der Weg zur Energiewende :

Wirtschaft

„Deutschland steht vor einem grundlegenden Umbau seiner Energieversorgung. Dazu hat die Bundesregierung am 6. Juni 2011 Eckpunkte für die beschleunigte Energiewende beschlossen.
Schrittweise wird bis spätestens Ende 2022 vollständig auf die Stromerzeugung in deutschen Kernkraftwerken verzichtet. Die abgeschalteten acht Kernkraftwerke gehen nicht wieder ans Netz. Die Weichen für den Einstieg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien sind gestellt.“
So beschreibt das Bundesumweltministerium auf seiner Webseite die im Juni und Juli von Bundeskabinett und Bundestag beschlossene Energiewende und kehrt damit wieder auf den bereits 2000/2002 durch die rot-grüne Koalition vorgegebenen Atomausstieg und den Umstieg auf erneuerbare Energien zurück.

Die Bundesregierung hat die Bedeutung der im Energiekonzept vereinbarten Klimaschutzziele in Form der Reduzierung der Treibhausgasemissionen (jeweils gegenüber 1990) nochmals unterstrichen:
• bis 2020 um 40 %
• bis 2030 um 55 %
• bis 2040 um 70 %
• bis 2050 um 80 % bis 95 %.
Weiter soll der Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von heute 17% auf 35% bis 2020 zu steigen. Schwerpunkt dabei soll die Windkraft sein. Darüber hinaus sieht das Energiekonzept der Bundesregierung vor, den Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 um 10 Prozent zu senken.
Damit bleibt die Bundesregierung hinter den Möglichkeiten zurück, die Forschungsinstitute, Umweltbundesamt, Umweltverbände, SPD und Grüne als möglich erachten.
Unabhängig jedoch davon, ob die jeweiligen Zielwerte besonders oder weniger anspruchsvoll sind: Die Entscheidungen sind getroffen, nun gilt es sie konkret umzusetzen. Klar ist aber auch: nur wenn die Energiewende vom Ziel her gedacht wird, kann sie erfolgreich umgesetzt werden.
Vom Ziel her bedeutet, dass bis 2050 benötigte Wärme und Strom in Deutschland möglichst zu 100% aus erneuerbaren Energien und möglichst effizient erzeugt sein müssen, um in Zeiten knapper werdender Ressourcen für breite Bevölkerungsschichten und Unternehmen bezahlbar zu bleiben und damit auch für künftige Generationen heutigen Komfort und Lebensqualität zu ermöglichen. Auch Mobilität kann dauerhaft nicht auf fossiler Basis betrieben werden.
Das Umweltbundesamt hat in seiner aktuellen Studie zur Umsetzung des Energiekonzeptes des Bundes feststellt, dass bereits die Ziele bis 2020 nur mit zusätzlichen Anstrengungen und Anreizen zu erreichen sind. Dabei sind sowohl Regierungen, Finanzinstitute als auch Unternehmen und Verbraucher aufgefordert sich zu engagieren. Der wieder gefundene gesellschaftspolitische Konsens für eine Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe! Außerdem schaffen und sichern Investitionen in Energieeffizienz und regenerative Energien lokal und regional Arbeitsplätze und Wertschöpfung.
Schwerpunkte dabei sind:
• Gebäudesanierungen – ab 2012 sollen bessere Förderungen und Abschreibungsmöglichkeiten gelten
• Neubauten – ab 2012 sollen die Energiestandards für Neubauten angehoben werden, um möglichst zeitnah den von der EU ab 2018 vorgegebenen Niedrigstenergiehausstandard zu erreichen
• Ausbau der Förderung der Energieerzeugung in dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
• Ausbau regenerativer Strom- und Wärmeerzeugung.
Damit wird teilweise wieder der Förderstandard aus 2005 bzw. 2008 erreicht. Informationen zu aktuellen und künftig verbesserten Förderbedingungen sind z.B. unter www.energieregion.de, www.energieagentur-nordbayern.de, www.kfw.de zu erhalten.
Jeder kann sich außerdem über Tricks und Tipps zum Energiesparen und zu zertifizierten Ökostromanbietern informieren, z.B. unter www.energiewende.de und www.verbraucherzentrale.de .

 

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