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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Emissionsfreier Windstrom aus „Reichäbach“ :

Umwelt

Windräder auch in Mittelfranken: Was heute selbstverständlich ist, war Ende der 1990er Jahre noch ein Abenteuer. So bedeutete der Start des ersten echten „Bürgerwindrads“ auf dem Bergrücken zwischen Vogtsreichenbach und Vincenzenbronn für unsere Gemeinde nicht nur den Start ins emissionsfreie Windstromzeitalter, sondern auch in eine Ära demokratischer Energieerzeugung, denn Eigentümer der 600kW-Anlage mit 70m Nabenhöhe und 48m Rotordurchmesser sind 168 Familien, die überwiegend aus der näheren Umgebung kommen.

SPD-Gemeinderat Michael Bischoff ist nicht nur einer davon, sondern ergriff mit seinem Antrag im Cadolzburger Gemeinderat für die Unterstützung der Windkraftmessung auch die Initiative, um das Projekt in unsere Gegend zu holen.

Brusela: Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, dass das Windrad auf Gemeindegebiet stehen könnte?
Michael Bischoff: Vom Bund Naturschutz kam damals ein Mitstreiter, Wolfgang Siebert, der bis heute einer der „Motoren“ des ganzen Projekts ist, auf mich zu. Nachdem andere Landkreis-Gemeinden abgewunken hatten, fragte er mich, ob ein Bürgerwindrad im Cadolzburger Gemeinderat mehrheitsfähig wäre und man eventuell auch einen Zuschuss zu der damals sehr teuren Windmessung bekommen könnte.
Ich hab deshalb damals bei Bürgermeister Claus Pierer und den Gemeinderatskollegen vorgefühlt und dann erfolgreich einen Zuschuss für die Initiative beantragt.

Brusela: Wieso wurde das Windrad dann aber auf Großhabersdorfer Gebiet gebaut?
Michael Bischoff: Ich habe mit Wolfgang Siebert damals alle windreichen Stellen in unserer Gemeinde besichtigt. Die Anhöhe hinter Vogtsreichenbach war am besten geeignet. Nach den Grundstücksverhandlungen musste das Windrad dann zwar ein paar Meter auf die Vincenzenbronner Gemarkung verschoben werden – der nächstgelegene Ort ist aber Vogtsreichenbach und deshalb ist der Name des Windrads durchaus berechtigt.

Brusela: Wenn man nach 10 Jahren eine Zwischenbilanz zieht: Hat sich das Windrad in Vogtsreichenbach rentiert?
Michael Bischoff: Als Geldanlage gibt es sicher attraktiveres. In punkto Umweltschutz ist das Windrad trotz der windarmen Jahre in der letzten Dekade sicher eine Erfolgsstory: Es hat in 10 Jahren rund 6,1 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Brusela: Derzeit wird ja viel über Windkraft bei uns diskutiert. Sollten noch mehr Windräder in der Umgebung gebaut werden?
Michael Bischoff: Windräder sind genauso schön oder hässlich wie die Hochspannungsmasten einer Überlandleitung. Das Vogtsreichenbacher Windrad ist auch deshalb eine Erfolgsstory, weil es die Anwohner nicht stört. Deshalb muss man gerade bei neuen, höheren Windrädern darauf achten, dass man weitgehend akzeptierte Standorte findet. Die Akzeptanz wird umso größer sein, je mehr das Projekt von der Bevölkerung selbst getragen wird. Ein gemeinsames Windrad kann ein tolles Bürgerprojekt sein!

 

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