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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Marlene Rupprecht zur aktuellen Atomdebatte :

Umwelt

Noch 77 km bis zum Restrisiko: Sicherheit geht vor!

Atomkraft als Brückentechnologie oder Restrisiko? Die Geschehnisse in Japan haben unseren Blick schlagartig dafür geschärft, welche katastrophalen Folgen das technische Versagen der Atomkraft haben kann. Unsere heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestags, hat als eine von 214 Bundestagsabgeordneten von SPD und Grünen den Antrag auf Normenkontrolle gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, „weil ich nicht nur die Mitwirkungsrechte der Bundesländer, sondern auch die Schutzpflicht gegenüber Leben und Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern verletzt sehe.“

Kein Störfall, sondern ein Inferno mit unabsehbaren Schäden
Während die Atomlobbyisten in der schwarzgelben Bundesregierung noch immer von „Störfällen“ sprechen, drückt der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder aus, was die meisten von uns angesichts der Bilder aus Fukushima empfinden: Es sei nichts weniger als ein „Inferno“.
Auch diejenigen, die die Atomkraft trotz tausender Tonnen Atommülls für verantwortbar halten, kommen ins Grübeln. Ist ein derartiges Inferno wie in Japan bei den süddeutschen, störanfälligen Altmeilern wirklich ausgeschlossen? Was heißt das für uns, wenn in Grafenrheinfeld – nur 77 km von Cadolzburg entfernt - die Kühlsysteme ausfallen, wenn in Gundremmingen (ca. 112 km entfernt) radioaktiver Dampf abgelassen werden muss oder in Neckarwestheim (129 km entfernt) die Kernschmelze stattfindet?

Union und FDP haben bekannte Gefahren in Kauf genommen
All die bekannten Gefahren haben Union und FDP bewusst in Kauf genommen, als sie die Laufzeiten der alten Atomkraftwerke um jeweils 13 Jahre verlängert haben: Erst 2034 und 2036 würden demnach die letzten beiden AKWs in unserer Umgebung abgeschaltet – nach 46 Jahren
Auch wenn diejenigen, die bis gestern noch als Fans und Lobbyisten der Kernkraft tätig waren, jetzt recht überrascht und betroffen tun: Alle Fakten und Risiken der Atomkraft vor unserer Haustür waren schon vor Fukushima bekannt!
Wie der BN erläutert, stellte eine Risikostudie der Reaktorsicherheitskommission (RSK) den "sicheren" deutschen Atomreaktoren ein verheerendes Zeugnis aus: "Auslegungsüberschreitende Störfälle" haben demnach bis zu 14.000 Soforttote und hunderttausende "späte Todesfälle" zur Folge.
Vor wichtigen Landtagswahlen wollen Merkel, Röttgen, Söder & Co jetzt Sicherheitsstandards überprüfen und die Laufzeitverlängerung für drei Monate ausssetzen. Das ist Opportunismus pur: Alle Fakten waren schon vor Fukushima bekannt! CDU, CSU und FDP wollen nur Zeit gewinnen. Damit ist zu befürchten, dass die Regierung erneut die Gewinninteressen der Atomkonzerne vor das legitime Sicherheitsbedürfnis von Millionen von Menschen – auch in unserer Region – stellt.

Abschaltung verbessert auch die Sicherheit in unserer Region!
Deshalb kämpft die SPD dafür, die Laufzeitverlängerungen für deutsche AKWs sofort rückgängig zu machen. Unsichere „Uraltmeiler“ wie das nur knapp 130 km von uns gelegene Neckarwestheim müssen sofort vom Netz genommen werden. Für alle anderen muss das von den Vorgängerregierungen erarbeitete „Kerntechnische Regelwerk“ verbindlich angewendet werden.
Um die Alternativen zur Atomkraft schneller auszubauen, brauchen wir mehr Aufmerksamkeit für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen sowie eine schnelle Modernisierung der Kohlekraftwerke durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung.
Marlene Rupprecht: „Wir brauchen keine dreimonatige Aussetzung der Laufzeitverlängerung oder andere öffentlichkeitswirksame Plazebos, sondern eine grundlegende, schnelle Abkehr von der Atomkraft und eine sichere, nachhaltige und krisenfeste Energieversorgung!“

 

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