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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Regenerative Energien – aber richtig!!! :

Umwelt

Photovoltaik und was dahinter steckt

Im Cadolzburger Gemeinderat wurden in den letzten Wochen drei Freilandanlagen für Photovoltaik – also Strom aus Sonnenenergie – behandelt. Zwei Anlagen wurden von den SPD-Gemeinderäten mehrheitlich abgelehnt, da die Standorte als ungeeignet angesehen wurden.
Nach Auffassung der Cadolzburger SPD ist der Ausbau regenerativer Energien zwingend erforderlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen und die Versorgungssicherheit nachhaltig zu sichern. Bei fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas sowie bei Uran (dem Brennstoff von Atomkraftwerken) wird voraussichtlich nur noch eine Versorgungsreichweite zwischen 45 und 60 Jahren verbleiben. Zwischen 84% (Erdgas), 96% (Erdöl) und 100% (Uran) der erforderlichen Brennstoffmengen müssen außerdem aus dem Ausland importiert werden.

Regenerative Energien - also Windenergie, Wasserkraft, Erdwärme, Energie aus Biomasse sowie Wärme und Strom aus Sonnenenergie sind deshalb für den SPD-Vorsitzenden Dr. Klaus Köppel die Energiequellen der Zukunft. Voraussetzung dabei sei, dass die Energie möglichst effizient eingesetzt wird.
Angesichts der umfangreich vorhandenen freien Dachflächen in Cadolzburg ist der Verlust von fruchtbarem Ackerland oder schützenswerten Natur- und Freiflächen für eine Freilandanlage nicht akzeptabel. Darüber hinaus müssen sich solche Anlagen – wie alle anderen Bauvorhaben auch – in das Landschafts- und Ortsbild einfügen.
Dass die geplante Anlage am Kesselberg mit einer Fläche von 4.300 m² (Bild oben) mehrheitlich als nicht vereinbar mit dem Landschaftsbild eingestuft wurde, ist nachvollziehbar. Warum jedoch die Anlage im Bereich des sog. Dentlersgartens (Cadolzburg-Süd) mit einer Größe von 21.000 m² in freier Landschaft (Bild links) durch die CSU-Fraktion und CSU-Bürgermeister Obst als vertretbar eingestuft worden ist, wird das Geheimnis der CSU bleiben. Bei konsequenter Gleichbehandlung der Investoren hätten beide Anlagen abgelehnt werden müssen. Hierauf hatte SPD-Gemeinderätin Barbara Pöhlmann in der Novembergemeinderats-Sitzung ausdrücklich hingewiesen. Bürgermeister Obst wird sich durch diese Ungleichbehandlung den Vorwurf von Klientelpolitik gefallen lassen müssen.
Besonders ärgerlich wird das Durchsetzen der großen Anlage im Cadolzburger Süden dadurch, dass erst im Mai diesen Jahres für diesen Bereich ein Grünordnungsplan rechtskräftig wurde, mit dem eine weitere bauliche Entwicklung unterbunden und nach Worten des CSU-Bürgermeisters die Landschaft geschützt werden sollte.
Durch diesen Plan wurde zwar das Aufstellen übergroßer Zäune verboten, große Solarpaneele sollen aber nun genau dort aufgestellt werden können. Damit werden die ursprünglichen Zielsetzungen des Grünordnungsplans nach wenigen Monaten verworfen. Um dennoch die erforderliche rechtliche Basis zu schaffen, haben CSU-Bürgermeister und -fraktion gegen SPD und Grüne im Gemeinderat am 16.11.2009 ein Änderungsverfahren des Planes beschlossen. Dazu muss dieser neu ausgelegt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Neuplanung ausschließlich zu Lasten der Gemeinde.
Sollten Sie Hinweise oder Anregungen in diesem Verfahren vorbringen wollen, so achten Sie auf die entsprechenden Veröffentlichungshinweise im Cadolzburger Amtsblatt (Markt Cadolzburg-Info) und äußern Sie sich während der dort angegebenen Frist.

 

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