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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

S-Bahn-Verschwenk Fürth-Stadeln :

Verkehr


Marlene Rupprecht beim Ortstermin

Marlene Rupprecht regte S-Bahn-Ortstermin des Petitionsausschusses in Fürth an

Obwohl die Bundesregierung lediglich als Fördermittelgeber an der Realisierung der S-Bahn-Strecke Nürnberg – Bamberg beteiligt ist, richtete der Deutsche Bundestag jetzt seinen Fokus auf das Projekt, dessen Streckenführung zwischen Fürth-Stadeln und Erlangen-Eltersdorf höchst umstritten ist: Mit einem Ortstermin im Technischen Rathaus in Fürth und einer Befahrung der Verschwenk-Strecke machten sich insgesamt 9 örtliche Abgeordnete und Mitglieder des Petitionsausschusses selbst ein Bild.

Die Fürther SPD-Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht, auf deren Initiative der Ortstermin zurück geht und die die Petition der Fürther Verschwenkgegner als Bericht-erstatterin für die SPD betreut, freute sich über die parteiübergreifend große Aufmerksamkeit: „Ich bin sicher, dass die Kollegen die Brisanz der Streckenführung erkannt ha-ben. Gleichzeitig freue ich mich, dass wir drei örtlichen Abgeordneten das Bürgeranliegen konstruktiv vertreten, ohne Rahmenbedingungen für die Entscheidung bei diesem regionalen Großprojekt über Bord zu werfen.“

Wer transportiert sein Sofa mit der S-Bahn nachhause?
Im Mittelpunkt der Kritik von Petenten und Stadt Fürth stand der geplante Bahnhof Steinach, der quasi im Niemandsland auf einem über 10 Meter hohen Damm angelegt werden soll, obwohl es dort im Gegensatz zu einem Haltepunkt im bevölkerungsreichen Stadeln keine Wohngebiete gibt. Den in der bisherigen Kosten-Nutzen-Bewertung aufge-führten Effekt einer Ansiedlung eines großen Möbel-Händlers im Gewerbegebiet Schmalau halten die Verschwenk-Gegner für unsinnig: „Wer fährt mit der S-Bahn ins Möbelhaus, um sein Sofa dann mit dem Zug nachhause zu transportieren?“ Sauer stößt bei Fürths Baureferent Joachim Krauße auch die Kostenkalkulation für den Lärmschutz auf, die zu einem erheblichen Kostennachteil für ein neues Gleis entlang der bisherigen Trasse führt.
Einigkeit zwischen Politikern und anwesenden Fachleuten bestand darin, dass die zu wählende Trasse verkehrlich sinnvoll, wirtschaftlich und sparsam sein müsse. Gerade dies steht bei der Verschwenk-Planung massiv in Frage, die zudem auf 3 km wertvolle Knoblauchsland-Flächen zerstört, wie Naturschützer und Bauernverband unisono erklärten.

Marlene Rupprecht: „Keine Bahnprojekte gegen den Willen der Bevölkerung“
Am Ende des Ortstermins betonte Ausschussvorsitzender Gero Storjohann (CDU), dass die Argumente der Stadt Fürth für ein neues Gleis entlang der Bestandstrasse im Hin-blick auf die Bahnhofssituierung, die Erschließung der Wohngebiete und die Betroffen-heit der Landwirtschaft im Knoblauchsland überzeugend gewesen seien und von dem Termin ein „klarer Stupser für das Verwaltungshandeln“ ausgehe.
Marlene Rupprecht zeigte sich zuversichtlich, dass alleine das Petitionsverfahren auf Bundesebene auch Einfluss auf die weitere Entscheidungsfindung zwischen Bahn und Bayerischer Staatsregierung haben wird: „Wenn die Beteiligten aus Stuttgart 21 Lehren ziehen müssen, dann doch die, dass bei neuen Bahnprojekten wie bei der S-Bahn stichhaltige Argumente und der erklärte Wille der Bevölkerung berücksichtigt werden sollte.“

 

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