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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Über 120 Interessierte bei Veranstaltung zur Umgehung :

Verkehr


Auf die drohende Landschaftszerstörung machten Aktive von Bauernverband und Bund Naturschutz aufmerksam

Bürger nutzen die Chance zur Debatte
Auf reges Interesse stieß die gemeinsame Veranstaltung von Bund Naturschutz (BN) und Cadolzburger Bauernverband (BBV) zur im Ausbauplan des Freistaats befindlichen Westumgehung von Cadolzburg. Nachdem im ursprünglich vorgesehenen Gastraum im Gasthaus „Zur Buchspitz“ kein Platz mehr frei war, zogen die über 120 Interessierten spontan in den geräumigen Saal des Keglerheims um. Bauernverbandsobmann Johannes Strobl erläuterte anhand des „Ausbahnplandossiers“ der Obersten Baubehörde zu einer Ortsumfahrung im Westen von Cadolzburg die Grundlagen der Höherstufung in die 1.Dringlichkeit des 7.Ausbauplanes (Verwirklichung 2011 – 2020).

Nur der abgeleitete Quell-Verkehr würde Ortskern entlasten
Eine deutliche Entlastung der Nürnberger Straße könnte nach den dort enthaltenen Planspielen nur durch eine Ableitung des Verkehrs aus dem Innenort über den Bauhof Richtung Greimersdorf auf die dort angedachte Umfahrungsstraße erfolgen. Diese Modellrechnung lässt wiederum auf eine Bestätigung des hohen Anteils an Quell- und Zielverkehr schließen.

Ein den veranstaltenden Verbänden kurz vor der Veranstaltung zugestellter Brief des Staatlichen Bauamtes weist darauf hin, „dass es weder Planungen noch andere Konzepte wie den Ausbauplan gibt, aus denen irgendwelche Trassen und Betroffenheiten abgeleitet werden könnten.“ Aber der Ausbauplan selbst zeige auf, dass an eine Umfahrung im Westen gedacht sei, so Strobl.

Es bedürfe keiner exakten Trassenplanung, um die Auswirkungen einer solchen möglichen Straße im Westen Cadolzburgs abschätzen zu können.

Einerseits:
• Erheblicher Kostenaufwand (Steuermittel) für die Umgehung
• Massiver Eingriff in Bannwald Buch–Dillenberg
• Starke Beeinträchtigung der Erholungsfunktion
• Hoher Landverbrauch/Flächenversiegelung
• Durchschneidung der Feldfluren mit hoher Bodenfruchtbarkeit
• Beeinträchtigung des Ortsbildes
• Abzug von Kaufkraft aus den Geschäften im Ortskern
Andererseits:
• Zu geringe Entlastung der Ortsdurchfahrt
• Verlagerung von Verkehr und seinen Belastungen

In der Abwägung liegt, so Strobl, der Schluss nahe, dass der ökologische und ökonomische Schaden größer wäre als der verkehrliche Nutzen.

Täglich werden 30 Fußballfelder betoniert
Tom Konopka, Bund Naturschutz, ging in seinem anschließenden Referat vor allem auf die grundsätzliche Problematik des enormen Flächenverlustes ein: In Bayern werden täglich ca. 21 ha Land für Siedlungs- und Verkehrsflächen entzogen. Das entspricht einer Fläche von 30 Fußballfeldern. Der Flächenverbrauch des Freistaates steht damit an der Spitze der alten Bundesländer. Neben der Erörterung der Verfahren, deren Durchlaufen erst einen solchen Straßenbau ermöglichen würde, zeigte Konopka sowohl die juristischen als auch politischen Einwirkungsmöglichkeiten auf.

Skeptische Beiträge in der Diskussion
Die angeregte Diskussion zeigte in Anwesenheit etlicher Marktgemeinderäte aller Fraktionen nochmals die Schwierigkeiten eines solchen Vorhabens auf und ließ erkennen, dass eine Umfahrung im Westen von Cadolzburg nicht die Verkehrsprobleme im Cadolzburger Innenort – und hier vor allem die Sicherheitsbedürfnisse der Anwohner - löst. Während Bewohner des Kupfersgartens bestätigten, dass nur ein Bruchteil des Verkehrs am nördlichen Ortsausgang tatsächlich schon aus Ammerndorf in den Markt hineinfährt und auch einige Bewohner der Nürnberger Straße die Entlastungswirkung skeptisch sahen, zeigten sich Anwohner rund um Schule, Burg und Bauhofsweiher besorgt, dass eine angedachte Ableitung des Innenortsverkehrs letztlich nur zu einer Verlagerung und zu noch mehr Belastung der Wohngebiete in Cadolzburg führen wird.

 

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