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SPD OV Cadolzburg.

Brusela-Report :

Der Brusela-Report ist das kommunale politische Magazin der Cadolzburger SPD.
Der Brusela-Report erscheint 3x jährlich und wird kostenlos an alle Haushalte in Cadolzburg und seinen Außenorten verteilt.

 

Wasser ist für alle da :

Umwelt

Wie ein Menschenrecht zur Handelsware wird
Wasser kann zur Ware werden und auch die EU hat das jüngst wieder versucht. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt wurde dieser Versuch jedoch durch millionenfache Unterschriften zum bislang erfolgreichsten EU-Volksbegehren verhindert.

Schon 2002 hat das Komitee der Vereinten Nationen entschieden, dass Wasser ein Menschenrecht und „für jeden Menschen in ausreichender Menge, sauber und erschwinglich“ sein soll.
Die Realität sieht jedoch anders aus: So füllt der Lebensmittelkonzern Nestlé eines seiner Mineralwässer in der Nähe von Pretoria/Südafrika ab und transportiert es bis zu 8370 km nach Europa. Den Nachbardörfern unmittelbar neben der Quelle wird damit im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgegraben.
Erst langsam erfassen die Menschen im jetzigen Jahrhundert, dass sie dabei sind, die Quelle des Lebens, unsere Trinkwasservorräte, durch ihre Lebens- und Wirtschaftsweise zu zerstören. Laut einer Studie von Missio hängt die Kindersterblichkeit direkt mit dem Zugang zu Wasser zusammen: umso weniger sauberes Wasser, umso mehr Kinder sterben.
Normalerweise wird das, was knapp wird, immer teurer – siehe Rohstoffe und seltene Erden. Doch derzeit ist der Wasserverbrauch so geregelt, dass zwar gebeten wird, mit Wasser sparsam umzugehen, doch die Firmen, die am meisten verbrauchen, bekommen finanzielle Vergünstigungen! Ist das politisch korrekt?
Zum Glück finden sich immer wieder Gruppen zusammen, die auf Missstände aufmerksam und Vorschläge zur Behebung derselben machen, wie z.B. Greenpeace oder der Bund Naturschutz, der in diesem Jahr sein 100 jähriges Bestehen feiert und etliche Erfolge nicht nur in Bezug auf Wasser vorzeigen kann.
Zur Veranschaulichung hat der evangelische Kirchenvorstand Cadolzburg einen „Würfel“ schreinern lassen, dessen Raumimhalt 1000 Litern entspricht. Jede Woche liegt ein anderes Produkt in diesem Würfel, das mit 1000 Liter Wasser produziert wird, z.B. 1 kg Mais, 5,4 kg Tomaten, 1/2 T-Shirt, 5 Eier usw. Hier ist das „virtuelle“ Wasser mit eingerechnet, das zur Herstellung des Produktes nötig war und jetzt nicht mehr zu sehen ist.
Wenn Sie also Durst haben, gehen Sie bewusst zum Wasserhahn. Denn unser Trinkwasser können Sie genießen- frisch, klar, rein. Lassen Sie die Plastikflasche mit dem Mineralwasser, aus welcher Quelle auch immer, stehen – nach der Devise: „Leitungswasser statt Plastikwasser“, denn da wissen Sie wo es herkommt! Wohl bekomm‘s!
Luise Zempel

 

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